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Briefversand heute und damals
Bevor durch Briefträger oder Briefzusteller der Briefversand durchgeführt wurde, gab es früher verschiedene Wege seine Nachrichten an den Empfänger zu übermitteln.
Wie es damals war
Ursprünglich wurden Nachrichten, welche durch Könige auf Papyrusrollen oder Tafeln geschrieben wurden wohl durch Boten verschickt. Der Schreiber schickte seine Boten los, um wichtige Nachrichten übermitteln zu lassen. Viel später merkte man, dass man Tauben zu Briefboten erziehen konnte. Diese Brieftauben wurden sehr lange für den Briefversand eingesetzt. Brieftauben konnten eine lange Strecke hinter sich lassen und kamen immer wieder zum Absender zurück.
Durch die Einführung des Briefgeheimnisses mussten die Seiten des Briefes in einem Umschlag gesteckt werden und dieser musste freigemacht werden. Die Freimachung erfolgte mit einer Briefmarke (Porto). Den Brief übergab man dann an ein Unternehmen, das die Dienstleistung Briefversand durchführte. Der Briefversand fand immer mehr Gefallen bei den Menschen und so wurden Briefe auf verschiedene Art und Weise auf den Weg gebracht. Ob per Flugzeug, per Schiff oder aber auch per Bahn wurden viele Briefe verschickt. Durch Aufhebung des Monopols gibt es immer mehr verschiedene Anbieter auf dem Markt um den Briefversand erledigen zu lassen. Auch gibt es verschiedene Briefgrößen. Die Preise beim Briefversand staffeln sich anhand der Größe des Briefes aber auch durch das Gewicht. Die Art der Versendung unterscheidet sich auch. Ein Beispiel hierfür ist das Einschreiben. Hier werden zwischen Einschreiben persönlich, Einwurfeinschreiben und Einschreiben per Rückschein unterschieden. Auch gibt es noch den Eilbrief oder per Luftpost.
Der Briefversand in der heutigen Zeit
In der heutigen Zeit sieht das mit den Briefen doch schon ganz anders aus. Briefe werden heute kaum noch versendet – zumindest nicht von Privatpersonen. Den größten Anteil an der Briefpost überhaupt machen die Firmen aus. Wobei auch hier gesagt werden sollte, dass viele Firmen bereits dazu übergegangen sind, ihre Konversation nicht mehr mit dem Brief zu versenden, sondern hier wird die schnellere elektronische Post genutzt. Seit das Internet in den meisten Firmen Einzug gehalten hat, werden die Mails verschickt. Diese benötigen keinerlei Postboten, kein Kurierdienst – und sie kosten auch kein Porto. Doch der allergrößte Vorteil der Mail ist, dass es sehr schnell geht. Kaum abgeschickt, schon ist die wichtige Post beim Empfänger. Sicherlich ist es sehr schade, das dadurch die eigentlichen Briefe sehr eingeschränkt sind und auch langsam immer seltener werden. Doch durch die Geschwindigkeit hat die Mail diesen Gewinn gemacht.
Für viele Menschen geht hier eine gewisse Ära zu Ende. Selbst die Schüler in den heutigen Schulen lernen kaum noch, in welcher Form ein Brief geschrieben werden muss. Hier wird beigebracht, wie eine Mail getippt wird und wie man das Internet startet. Das ist eigentlich sehr schade, denn ein Brief bietet mehr als nur ein paar handgeschriebene oder getippte Worte. Denn ein Brief ist Persönlichkeit, und vor allem auch Höflichkeit. Es wird eine korrekte Anrede benutzt, es werden Richtlinien eingehalten, die bei einer Mail vollkommen verloren gehen. Auch wenn die Mail auf dem Vormarsch ist und der Brief dadurch immer mehr ins Hintertreffen gerät, so sind die persönlich geschriebenen Worte noch immer ein Zeichen der Wertschätzung – und diese sollte bei der ganzen Sache nicht vergessen werden.
Foto: matttilda – Fotolia